3D Druck im Prototyping

3D Druck im Prototyping

Anzeige - Der 3D Druck steht noch am Anfang und revolutioniert schon jetzt die Produktion und Entwicklung neuer Produkte

Noch vor einigen Jahren war der Druck von physischen Objekten Zukunftsmusik. Mitterweile sind einfache 3D Drucker erschwinglich geworden, erstaunlich leistungsfähige Einsteigermodelle gibt es für 200,- EUR.

Vor allem bei der Planung von Produkten spielen 3D Drucker eine große Rolle. Bei der Erstellung von Prototypen kann viel Zeit gespart werden. Mussten früher Mitarbeiter beschäftigt werden, um in mühevoller Kleinarbeit einen Prototypen zu modellieren, müssen heute nur noch die Konstruktionsdaten in elektronischer Form vorliegen, den Rest erledigt der 3D Drucker.

Nicht nur im Hobbybereich findet der 3D Drucker immer mehr Anhänger. Viele Branchen nutzen den 3D Druck. Neben der Erstellung von Prototypen auch zu Produktion von Bauteilen für das Endprodukt. Vor allem, wo es auf geringes Gewicht ankommt, sind mittlerweile Konstruktionen möglich, die mit den herkömmlichen Methoden nicht umsetzbar sind.

Luft- und Raumfahrttechnik und die Automobilindustrie gehören zu den Haupttreiber der 3D Drucktechnik.

Die Daten zum Druck werden am Computer mittels CAD Programmen erstellt und gespeichert. In Computersimulationen können so bereits Funktionalität, Belastbarkeit, etc simuliert werden. Ein 3D Druck ermöglicht dann die Prüfung in der Realität. Auch zur Überprüfung der Akzeptanz bei Kunden, kann eine Designentscheidung an einem physischen Produkt besser geprüft werden, als in einer reinen Computerdarstellung.

Ein weiterer Vorteil liegt in den kurzen Iterationszyklen. Wird ein Fehler am physischen Objekt bemerkt, dann kann dieser am Computer schnell behoben und durch nochmaligen Druck zeitnah geprüft werden.

Neben dem Prototyping liegt ein Vorteil des 3D Drucks in der Erzeugung von Kleinserien. Für Kleinserien lohnt sich die Erstellung von Gußformen nicht. Diese werden erst bei großen Serienproduktionen rentabel. Einzelanfertigung lohnt sich nur bei wenigen Exemplaren. Der 3D Druck schließt also die Lücke zwischen Einzelanfertigung und Großserien.

Zusätzlich können 3D Druckerzeugnisse genutzt werden, um nicht mehr produzierte Teile verfügbar zu machen. Typische Anwendungsfälle sind Ersatzteile bei alter Elektronik (Gehäuseklappen, Halterungen, etc) oder Oldtimern.

Die Zukunft wird wohl dahin gehen, dass jeder Haushalt einen 3D Drucker besitzen wird. Evtl werden auch 3D Druck Zentren in Städten entstehen. Konsumenten werden dann Produkte bestellen, die dann vor Ort erzeugt werden. Noch ist der 3D Druck auf wenige Materialen beschränkt, im weitesten Sinne Kunststoffe. Aber neue Methoden sind bereits verfügbar und erweitern das Spektrum an druckbaren Materialien, sodass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis jeder seine eigene Produktionsstätte im Haus besitzt.

Dies wird die klassische Produktion nicht verdrängen, aber die Möglichkeiten sowohl im Konsumenten- als auch Produzentenbereich sinnvoll ergänzen.

Posted on