Jobchancen im Bereich Technik

Jobchancen im Bereich Technik

Der deutsche Arbeitsmarkt ist manchmal etwas schwer zu verstehen. Die einen sagen, es gäbe einen krassen Fachkräftemangel. Firmen jammern, dass sie keine Leute bekommen. Auf der anderen Seite gibt es so viele Menschen, die gerne arbeiten würden, aber nichts finden. Wie passt das zusammen?

Diese Divergenz liegt hauptsächlich darin begründet, dass immer mehr Arbeitnehmer durch Rente oder Krankheit den Arbeitsmarkt verlassen. Ihnen folgen jedoch viel zu wenige junge Leute, die sie ersetzen könnten. Es ist einfache Mathematik. Wo 10 Leute in Rente gehen und nur 6 oder 7 nachkommen, weil die Geburtenrate niedrig ist, da entsteht zwangsläufig eine Lücke.

Schlaumeier aus der Politik reden die Probleme gerne klein oder verleugnen diese sogar. Der demografische Wandel wäre kein Problem, im Gegenteil. In einer Fabrik, wo 10 Leute am Fließband stehen, würden durch technologischen Wandel bestimmt irgendwann 5 Arbeitnehmer überflüssig werden. Daher könne die niedrige Geburtenrate über Produktionsgewinne ausgeglichen werden. Also alles gut.

Leider hat hier jemand die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Ja, es gibt tatsächlich Branchen, in denen es egal ist, dass zu wenige Kinder geboren worden. Roboter und Maschinen machen eh viele Arbeiter arbeitslos. Aber da gibt es noch viele weitere Berufsgruppen, in denen Rationalisierungen so gut wie unmöglich sind.

Eine Buslinie, die jeden Tag 20 mal hin und her fahren muss, die braucht einen Busfahrer. Optimierung hin oder her, der öffentliche Bus-Nahverkehr bleibt so lange vom Personalabbau verschont, bis irgendwann selbst fahrende Busse möglich sind.

Neulich hatten wir eine Firma bei uns, um das Bad zu renovieren. Die Leute mussten bohren, schleifen, verputzen und Rohre verlegen usw. Kaum vorstellbar, dass dort in den nächsten Jahren auf gigantische Effizienzgewinne zu hoffen ist.

Heißt also: vielen Branchen gehen die Leute aus. Und in Ländern wie Polen und Ungarn ist es schon jetzt abzusehen, was passiert. Dort sind die arbeitsfähigen, jungen Leute in den Westen ausgewandert und es ist unmöglich einen Techniker, Elektriker oder Handwerker zu finden. Die, die da geblieben sind, können sich vor Aufträgen kaum retten und verlangen Preise, die jenseits von Gut und böse sind.

Das heißt: Berufe im technischen und handwerklichen Bereich haben eine goldene Zukunft vor sich, sollten die deutschen Frauen nicht schlagartig gebärfreudiger werden.

Was die Arbeitslosen betrifft, handelt es sich meist um Menschen, die schon über 50 Jahren sind. Diese werden von den Firmen nicht mehr so gerne eingestellt. Doch auch für sie tun sich momentan immer mehr Chancen auf. Zum Beispiel suchen derzeit viele Firmen Kandidaten für Jobs in der Eventlogisitik. Hier bieten sich sehr viele Möglichkeiten für eine Vielzahl von Aufgaben. Das heißt: die Zukunftsaussichten für Arbeitnehmer sind momentan absolut rosig. Auf den Arbeitsmärkten zeichnet sich eine Verknappung des Angebots an Arbeitskraft ab. Und jeder Volkswirt kann bestätigen, dass sich das in steigenden Löhnen widerspiegeln wird.

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